Taunus: Wildschweinroute und Waldlehrpfad

Wie bestimmt viele Familien in der Coronazeit kennen wir unsere wohnortnahen Spaziergänge in- und auswendig. Auf der Suche nach neuen Wegen haben wir zwei lohnenswerte Touren im Naturpark Taunus entdeckt: die Wildschweinroute bei Neu-Anspach und den Waldlehrpfad bei Bremthal (Eppstein).

Wildschweinroute Neu-Anspach

Der Wald- und Naturpfad Wildschweinroute startet im Neu-Anspacher Stadtteil Hausen-Arnsbach am Sportfeld, hier kann man auch gut parken. Der kinderwagentaugliche Rundweg mit wenig Höhenunterschied ist leicht zu begehen, etwa 4 Kilometer lang (je nach Abstechern zur Feuchtwiese oder zur Fledermaushöhle) und mit dem Wildschweinsymbol gut ausgeschildert. Er führt abwechslungsreich über Felder und durch den Wald und an 16 Stationen kann man etwas lesen, lernen oder tun. Es gibt beispielswiese einen kleinen Barfußpfad, zahlreiche Lehrtafeln (z.B. über Amphibien oder Fledermäuse), ein Holztelefon, Waldmemory und ein Klangxylophon. Zusätzlich kann man (am besten schon daheim ausdrucken auf der Internetseite zur Wildschweinroute) ein Quiz über Wildschweine machen, um am Ende sogar ein „Wildschweindiplom“ erhalten (Vordruck ebenfalls auf der Internetseite). Wir haben den Weg gleich zweimal gemacht, mit und ohne Schnee, und waren begeistert.

Waldlehrpfad Bremthal

Ein zweiter lohnenswerter Rundweg mit „Entertainment“ ist der Waldlehrpfad bei Bremthal, einem Stadtteil von Eppstein. Der Rundweg ist etwa 3,5 Kilometer lang und liegt komplett im Wald. Er ist landschaftlich weniger abwechslungsreich, hat aber ebenso zahlreiche Stationen, die zum Lernen und Mitmachen animieren.

Startpunkt ist der Naturpark-Parkplatz in Bremthal (Ortsausgang Bremthal Richtung Wildsachsen). Hier informieren drei Tafeln über die Wegstrecke und den Naturpark Hochtaunus und „Waldkauz Emil“ (dessen Eulen-Symbol uns auf dem Weg begleitet) heißt uns willkommen. Entlang des Wegrands finden sich weitere Tafeln, nicht nur zu Wald und Natur, sondern beispielsweise auch zum Erzabbau in Bremthal. Hörtrichter, Guckröhren, ein Waldxylophon und „Balancierrouten“ und noch einiges mehr sorgen auch hier für Abwechslung. Am Ende heißt es: Wer findet die meisten Waldwichtel an den Bäumen? Auch auf dieser Route haben sich die „Macher“ einiges einfallen lassen und der Spaziergang vergeht wie im Flug.

Wer anschließend noch mehr laufen will, kann auf der anderen Straßenseite den etwa 5 Kilometer langen Obstwiesenpfad „Bremthaler Streuobst-Runde“ begehen und sich über Obstbau und Kulturlandschaft informieren.

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